Lange anspruchsvolle und ausgesetzte Hochtour mit Gletscherpassagen
und Felsgratkletterei über dem Kessel des Dosegú/Fornigletschers.
Anreise:
Die Anfahrt von Brixen erweist sich als wunderschön,
aber sehr lange, da man entweder über das Stilfserjoch oder
den Passo Tonale anfahren muss, um das entlegenen Rif. Berni am
Passo Gavia zu erreichen.
Man fährt von Brixen nach Bozen und weiter nach Kaltern, von
wo man über den Mendelpaß in das Nonstal gelangt. Den
Schildern zum Passo Tonale folgend und diesen überquerend biegt
man im Dorf ….. zum Passo Gavia ab. Über eine äußerst
kurvenreiche und sehr schmale Bergstraße erreicht man den
Pass. Etwas unterhalb parkt man das Auto beim Rif. Berni, welches
als Ausgangspunkt dient. Für diese Anfahrt muss man mit vier
bis fünf Stunden rechnen. Eine Anreise ist deshalb am Vorabend
zu empfehlen - mit Übernachtung im Rifugio oder Auto.
Beschreibung:
Ein früher Aufbruch ist aufgrund der Länge der Tour ratsam.
Man folgt vom Rif. dem gut markierten Weg Nr.25 zum Ponte dell´Amicizia
und steigt weiter über den Steig Nr.41 zum Dosegugletscher
auf. Hier folgt man: entweder dem linken Gletscherrand bis man oberhalb
des Bivacco Seveso über ein felsige Steilstufe den Südwestgrat
erreicht (kurze Kletterpassage III); oder man steuert direkt das
Biv. Seveso an und nimmt den Südwestgrat zum Gipfel des Pizzo
Tresero, 3594m (von uns empfohlen).
Nach kurzer Gipfelrast geht es weiter über den Grat in Richtung
Pt. Pedranzini (3457m), welche man in leichter Kletterei überschreitet.
Entlang dieser Tour stößt man auf Relikte des Ersten
Weltkrieges, von verfallenen Holzbaracken bis hin zum rostigen Stacheldrahtverhau.
Weiter am Grat in leichtem Gelände hinüber zum Anstieg
auf die Pta. Dosegú (3560m), welche wir wiederum kletterned
erreichen (II). Beeindruckend ist das Panorama über den Fornigletscher
hinweg hinüber zur Königspitze und Ortler.
Hier beginnt unser Abstieg in den Sattel zwischen Pta. Dosegú
und Pta. San Matteo (welche bei entsprechender Kondition und schönem
Wetter auch noch bestiegen werden kann). Vom Sattel steigt man hinab
ins Gletscherbecken des Dosegu und weiter – sich ganz links
am Gletscherrand haltend (Achtung Spalten und Steinschlag)!! - bis
oberhalb des äußersten Abbruchs, der von einer steilen
Seitenmoräne begrenzt wird. Am Steileis bleibend folgt man
dieser bis unterhalb des Abbruchs und wandert gemütlich bis
ans Ende des Eises. Hier hält man sich am linken Gletscherbach,
bis man auf die Markierung Nr.42 stößt (eine Reihe an
Steinmandl mit diversen Markierungen führen nur in die Irre!).
Auf diesem Steig wandert man zurück zum Auto beim Rif. Berni.
Rückfahrt:
Als Alternative zur Anfahrt kann man nun nach Bormio und weiter
über das Stilfserjoch ins Vinschgau fahren, was durchaus seinen
landschaftlichen Reiz hat. Über Meran und Bozen erreicht man
zu später Stunde Brixen.
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