Diese Tour war Teil einer 3 Tage Tour in den Zillertaler Alpen im
August 2003.<-- Generelle Info und Anstieg
1.Tag: Greizer Hütte – Normalweg
Gr. Löffler - Schwarzensteinhütte
Unser Aufbruch um 6.30 Uhr erschien uns etwas spät, aber wir stellten
schnell fest, dass man in den Zillertalern nicht früher losgeht
( mal abgesehen von der ein oder anderen Extremtour). Also begaben
wir uns auf die Suche nach dem Steig zum Floitenkees. Da wir ihn
nicht fanden sind wir halt durch das Moränengeröll geirrt
und haben eigentlich doch recht problemlos den Einstieg gefunden.
Unser Tipp: haltet euch hinter der Hütte nicht ganz zu weit links,
aber quert auch nicht zu weit nach rechts hinüber, also so
ziemlich gerade (dem Schild und dann der Wasserleitung folgend)
von der Hütte weg am kleinen See (sieht man nicht) vorbei zum
Gletscher. Da es heuer aufgrund der hohen Temperaturen wenig Schnee
auf dem Gletscher gab, mussten wir ziemlich auf dem Eis herumkurven
und über interessante Gletscherbrücken steigen (normalerweise
steigt man in der Nähe am Fuße des Westgrates hoch).
Nach etwa zwei Stunden kamen wir in der Trippachscharte an. Erfreut
folgten wir den roten Punkten, die jedoch abrupt endeten und uns
bleib nichts anderes übrig als durch brüchiges und ziemlich
unwegsames Gelände hochzusteigen bis wir wieder auf den Grat
kamen und diesem bis zum Gipfel folgten (nochmals zwei Stunden).
Auf dem Rückweg blieben wir stets am Blockgrat (II) und gelangten
so auf viel angenehmere und schnellere Art zurück zur Scharte.
Vorsicht ist vor lockeren Steinen geboten! Nun stiegen wir in Richtung
Ahrntal hinab auf das Trippachkees. Ein Seil erleichtert das Betreten
des Schnee- bzw. Gletscherfeldes. Hier hielten wir uns ganz link
immer unter der Schneeschneide hinab und dann wiederum den roten
Punkten folgend bis ans Ende des Schneefeldes unterhalb der Marbelfleck
Scharte. Von hier wanderten wir über den gut markierten und
schön angelegten Steig Richtung Kegelgassl Hütte. Um nicht
alle Höhenmeter zu verlieren querten wir dann irgendwann quer
Feld ein hinüber auf den Steig Nr. 19 der zum Großen
Tor führt und stiegen in dieses hinauf (an eine Querung direkt
über den Gletscher war aufgrund der schlechten Verhältnisse
gar nicht zu denken, aber diese ist bei guter Schneelage sicherlich
einen Versuch wert). Nach einem kurzen Abstieg begann der letzte
Anstieg zur Schwarzenstein Hütte. Wir entschieden uns für
den Weg Nr.23 der uns über den „Kamin“ hinauf zur
Hütte bringen sollte. Es erwartete uns noch eine abwechslungsreiche
Kraxelei über viele Leitern empor - bis wir dann doch etwas
erschöpft von der langen Tagestour in der Hüttentür
standen und uns die Wirtin mit einem aufmunternden Lächeln
sofort zwei große Apfelsäfte in die Hand drückte.
Der erste und wohl auch anspruchvollste Tag war geschafft und zufrieden
sanken wir in die Lager. Erwähnen möchte ich noch die
total netten Hüttenleute, die sich wirklich liebevoll um ihre
Gäste kümmern und detaillierte Infos über die Gletscherverhältnisse
geben können!
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