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Seit der Steinzeit siedelten ununterbrochen Menschen Im Brixner
Talkessel und an seinen Mittelgebirgshängen; hier entwickelten
rätischen Stämme um 500 v.Ch. die formvollendete Mellauner
Kultur, um die Zeitenwende siedelten neben den Rätern auch
die Römer an der Via Claudia Augusta bis um 590 die bajuwarische
Landnahme erfolgte.
Mit der Gründung des Hl. Römischen Reiches Deutscher
Nationen wuchs die Bedeutung der Kaiserstrasse über den Brenner
nach Rom. Der seit dem 5. Jh. bestehende Bischofssitz von Säben
wurde Ende des 10. Jahrhunderts nach Brixen verlegt, das 901 König
Ludwig IV. das Kind dem Bischof Zacharias von Säben geschenkt
hatte. In der Folgezeit machten reiche Schenkungen der Kaiser den
Bischof von Brixen zum mächtigen Schützer der Kaiserstrasse,
dessen Einfluss Ende des 10 Jahrhunderts sich über das Inn-,
Eisack- und Pustertal erstreckte. Dadurch hatte Brixen im Hochmittelalter
als Hauptstadt "des Landes im Gebirge" reichspolitische
Bedeutung erlangt. Die teilweise erhaltenen Baudenkmäler jener
Epoche mit deren Kunstschätzen geben heute noch davon Zeugnis.
Seit dem 13. Jahrhundert nahmen die Vögte der Brixner Bischöfe,
die Grafen von Andechs, Tirol und Görtz ihnen die weltliche
Herrschaft ab und es entstanden die Grafschaften Tirol und die Vordere
Grafschaft Görz; den Bischöfen blieb nur mehr ein Streubesitz
bis zur Säkularisierung der geistlichen Reichsfürstentümer
im Jahr 1803.
Als die Stadt 1803 dem österreichischen Kronland Tirol einverleibt
wurde und die eigene Landeshoheit verlor, kam die Stadtentwicklung
beinahe zum erliegen, bis nach Mitte des 19. Jahrhunderts durch
den Bau der Eisenbahn über den Brenner und dem Beginn des Fremdenverkehrs
ein neuer Aufschwung einsetzte. Dieser erfuhr in der 1. Hälfte
des 20.Jahrhunderts durch dei beiden Weltkriege und die totalitäre
Besetzung Rückschläge, führte aber seit der erwobenen
Landesautonomie 1948 und 1972 in allen Sparten der Wirtschaft und
Kultur zu neuem Wohlstand.
Brixens rund 18000 Einwohner leben heute haubesächlich vom
Handel und Tourismus. Aber auch die Bildung spielt eine bedeutende
Rolle, da neben einer Fakultät der Freien Universität
Bozen und der Theologischen Hochschule noch eine Vielzahl von Schulen
in der Stadt angesiedelt sind.
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