| |
|
Norwegen, das Land der Fjorde und des Nordkaps.
Das sind wohl die zwei Dinge, die einem als erstes in den Sinn kommen,
wenn man an das Land im hohen Norden denkt. Dass Norwegen aber noch
viel mehr zu bieten hat als dies ist mir erst nach unserer 5-wöchigen
Fahrt im Jahr 1992 so richtig zu Bewusstsein gekommen. Damals habe
ich mich in die eindrucksvolle und einsame Landschaft verliebt, und
2001 bin ich dann zurück gekommen um für drei Wochen durch
zwei der zahlreichen National Parks zu wandern.
Anreise:
Beim ersten mal sind wir quer durch Deutschland bis an die
Nordspitze Dänemarks gefahren. Dort haben wir dann von Hirtshals
aus mit der Fähre in 12 Stunden nach Oslo übergesetzt.
2001 haben wir in Puttgaden (D) die sogenannte Vogelflug Linie genommen,
die über Koppenhagen nach Helsingor in Schweden führt.
Von dort sind wir dann die schwedisch Küste hinauf nach Oslo.
Diese Variante ist zwar etwas anstrengender, hat aber den großen
Vorteil, dass man ohne Buchung ziemlich schnell nach Schweden kommt.
Wir haben uns dabei für die Vogelflug Fähren entschieden,
da die Brücke am Öresund etwas schwieriger zu erreichen
ist. Beim ersten mal sind wir quer durch Deutschland bis an die
Nordspitze Dänemarks gefahren. Dort haben wir dann von Hirtshals
aus mit der Fähre in 12 Stunden nach Oslo übergesetzt.
2001 haben wir in Puttgaden (D) die sogenannte Vogelflug Linie genommen,
die über Koppenhagen nach Helsingor in Schweden führt.
Von dort sind wir dann die schwedisch Küste hinauf nach Oslo.
Diese Variante ist zwar etwas anstrengender, hat aber den großen
Vorteil, dass man ohne Buchung ziemlich schnell nach Schweden kommt.
Wir haben uns dabei für die Vogelflug Fähren entschieden,
da die Brücke am Öresund etwas schwieriger zu erreichen
ist.
Beschreibung:
Als Führer auf dieser Fahrt haben wir eine damals aktuelle
Ausgabe des Rau-Reiseführers für Skandinavien verwende,
der auch Finnland und Schweden mit einbezieht, was aber in den fünf
Wochen für uns nicht machbar war. Dabei bietet diese Führerreihe
den großen Vorteil, dass er fast ausschließlich auf
kleinen Nebenstraßen führt und man damit so richtig ein
Land "erfährt".
Nachdem wir uns Oslo angesehen hatten, das außer einigen
interessanten Museen nicht viel zu bieten hat, fuhren wir das Gudbrandsdalen
nach Norden, vorbei an einer Vielzahl von Stabkirchen und hinein
in die wunderschöne Gebirgswelt des Jotunheimen National Parks.
Dort bestiegen wir in ein paar Stunden bei schrecklichem Wetter
Norwegens höchsten Berg, den Galthöpiggen (2469m). Der
Aufstieg war für einen trittsicheren Bergsteiger nicht recht
schwer, nur an die ziemlich ungemütlichen Wetterbedingungen
musste man sich erst gewöhnen. Von der traumhaften Aussicht
hatten wir dann allerdings leider nichts!
Darauf ging es über das einsame und windumtoste Hochplateau
der Hardanger Vidda zurück in den Süden in die Telemark,
den Geburtsort des Schifahrens. An der Südküste um Kristiansand
hatten wir leider schreckliches Wetter, so dass wir bald wieder
Richtung Norden aufbrachen. Diesmal allerdings folgten wir der von
Fjorden zerklüfteten Westküste.
Aufgrund der vielen Einschnitte in das Land und der vielen Fotostops
die nötig waren, ging es hier nur sehr langsam voran aber schließlich
kamen wir nach Bergen, das mit seinem alten Viertel wohl die schönste
Stadt in Norwegen ist. Nach einer ausgiebigen Besichtigung fuhren
wir dann der Küste entlang weiter nach Norden, bis der riesige
Sognjefjord uns wieder auf ein Schiff zwang. Das Strassen und Tunnelnetz
ist zwar mittlerweilen toll ausgebaut, aber ab und zu bleibt dann
doch nur mehr die Fähre. Unser nächstes Ziel war der Jostedalsbreen
im Landesinneren, ein gewaltiger Plateau Gletscher, dessen Zungen
bis in die umgebenden Täler reichen.
Zurück an der Küste kamen wir durch das bezaubernde Städtchen
Ålesund und erreichten schließlich Trondheim, das Tor
zum Norden. Nun kann man die Trondheimer Kathedrale zwar kaum zu
den schönsten gotischen europäischen Kathedralen zählen,
aber nach Wochen mit Stabkirchen machte der Bau einen enormen Eindruck
auf uns. Von nun an ging es auf teilweise ziemlich schlechten Straßen
mit nur wenigen Zwischenstops in den hohen Norden. Zwei Tage später
überquerten wir den Polarkreis und waren damit in Lappland.
Die Landschaft wurde immer flacher und sanfter, dafür faszinierte
uns die riesige Weite des kaum besiedelten Gebiets, das wir uns
oft Stunden lang nur mit Rentieren teilen mussten. Nach Tagen der
Einsamkeit erschien uns das verschlafene Tromsö dann fast als
Metropole, wo wir zudem einen ungewollten Zwischenstopp einlegen
mussten, da unser Camper in die Werkstatt musste. Von Tromsö
ging es dann über Hammerfest ans Nordkap. Da wir leider die
Mitternachtssonne um zwei Wochen verpasst hatten, mussten wir uns
damit trösten, dass es nie wirklich dunkel wurde.
Da nicht mehr genug Zeit blieb, um über Finnland und Schweden
heim zu fahren, nahem wir die selbe Strecke gegen Süden wieder
in Angriff, fuhren allerdings über die Inselgruppe der Vesteralen
und Lofoten zurück. Dies war eine ausgezeichnete Entscheidung,
denn die Landschaft dort zählt zu den beeindruckendsten in
Norwegen und der Anblick von 1000 Meter hohen Bergen, die sich aus
dem Meer erheben, ist fantastisch. Vor die Entscheidung gestellt
Nordkap oder Vesteralen würde ich mich nachträglich für
die Inseln entscheiden.
Über Trondheim ging es dann wieder in den Süden, in dem
wir noch mal einiges bei schönem Wetter wiedersahen und in
Lillehammer das Freilicht Museum besuchten. Schließlich verließen
wir Norwegen wieder mit der Fähre, um tausende von Eindrücken
reicher und dem Wunsch zurück zukommen.
|
|
|