____Schwingis Reisen

Provence - West 2003

   

Im Sommer 2003 fuhren wir mit unseren Camper wieder mal für 2 Wochen nach Frankreich. Nachdem wir schon mehrmals im Norden waren kam diesmal der Süden an die Reihe: die Westliche Provence. Mittlerweilen haben wir auch schon die Östliche Provence besucht!

Der Reiseführer "Mit dem Wohnmobil in die Provence und an die Cote d'Azur" aus der WOMO Reihe (Band 37) diente uns zur Planung und war ein äußerst hilfreicher Begleiter während der ganzen Reise. Zusätzlich hatten wir noch eine Michelin Karte der Region (528) um all die schmalen Strassen auch wirklich zu finden.

Leider konnten wir einem der Haupttips unseres Führers nicht folge leisten und fuhren mitten im Hochsommer in die Provence. Das war ein absoluter Fehler, denn besonders während der Mittagszeit konnte man unmöglich was unternehmen. Es war einfach zu heiß. Aber ansonsten war es eine traumhaft schöne Fahrt, die ich nur wärmstens empfehlen kann.

Anreise:
Die Anfahrt von Brixen erfolgte diesmal über die Schweiz, da wir einige Jahre zuvor schreckliche erfahrungen bei Genua gemacht hatten, wo wir stundenlang im Stau standen. Wir fuhren über Zürich und Genf Rhone Tal, dem wir dann bis nach Orange folgten.

Beschreibung:
Der erste Stopp und gleich einer der Höhepunkte der Fahrt war Orange. Mit seinem Römischen Triumphbogen und besonders dem einzigen vollständig erhaltenen Theater ist diese Stadt einen Besuch absolut wert. Von Orange ging es dann Richtung Osten an etlichen Römischen Relikten vorbei auf den Mont Ventoux, einer der höchsten Erhebungen in der äußerst hügeligen Provence. Dabei konnten wir es uns nicht verkneifen, wenigstens die letzten paar hundert Höhenmeter zu Fuß zu gehen, auch wenn die Straße bis hinauf auf den Gipfel führt. Leider war es mitten im Hochsommer extrem dunstig und wir konnten die enorme Fernsicht zu den Alpen und bis Korsika nicht genießen, dennoch war es eine schöne Abwechslung zu all den römischen Ruinen.

Durch die imposante Schlucht Gorges de la Nesque ging es dann nach Avignon. Die ehemalige Papstresidenz, eine Festungsanlage mit ihren enormen Ausmaßen, war absolut beeindruckend und ist wohl eine der größten Burgen die ich je gesehen habe. Daneben wirkte die berühmte Brücke, von der es nur mehr einen Teil gibt, eigentlich ziemlich mickrig und eher enttäuschend.

Entlang der Rhone und durch die Hügelkette der Alpilles fuhren wir dann nach Arles, das besonders für sein hervorragend erhaltenes römisches Amphitheater bekannt ist, in dem noch heute Stierkämpfe ausgetragen werden. Daneben gibt es aber noch etliche weitere Zeugen jener Zeit, und man sollte sich für diese Stadt unbedingt genug Zeit nehmen.
Unsere Fahrt ging weiter in die Camargue, eine riesige Küstenebene die besonders für ihre "wilden" weißen Pferde und die schwarzen Stiere berühmt ist. Ansonsten ist dieser Teil der Provence total eben und nicht besonders aufregend, auch wenn Aigues-Mortes ein nettes mittelalterliches Städtchen ist.

An der Küste entlang fuhre wir dann nach Marseille, Frankreichs zweitgrößter Stadt und größtem Hafen. Marseille hat keinen besonders guten ruf, aber uns hat es um den alten Hafen doch ganz gut gefallen. Auf keinen Fall versäumen sollte man auch die fantastische Aussicht, die sich einem von Notre Dame de la Garde oberhalb der Stadt bietet. Von dort ist Marseille am schönsten.

Gleich hinter der Stadt beginnt einer der schönsten Küstenabschnitte des Mittelmeers, die Calanques. Von Cassis aus unternahmen wir eine wunderschöne Wanderung durch das wild zerklüftete und einsame Gebiet, und hatten einen tollen Badetag an einem der Versteckten Strände. Leider waren die Wanderer nicht allein da man auch mit einem Boot den Strand erreichen konnte.
Zum Abschluss unserer Reise verließen wir dann wieder die Küste und fuhren in den Luberon, eine Hügelige Landschaft die mit lieblichen mittelalterlichen Dörfern nur so überfüllt ist. Alle paar Kilometer fuhren wir durch eines, und es war ganz schön schwer nicht immer stehen zu bleiben und sich einfach gemütlich auf einem Dorfplatz niederzulassen. Besonders beeindruckend in diesen letzten Tagen war die Abtei von Senanque nahe Gordes und die Okkerfelsen des Colorado Provencales mit ihren vielen Farbschattierungen!

Damit ging unsere Fahrt durch den westlichen Teil der Provence zu ende, und nun wartet der östliche Teil darauf möglichst bald von uns besucht zu werden.


   

 

 

Frankreich:

Normandie 2001

Normandie 2003

Provence Ost 2005